Fir­men­fahrrad statt Dienstwagen?

Fir­men­fahrrad statt Dienstwagen?

Einen Fir­men­wagen haben viele Men­schen. Doch wäre ein Fir­men­fahrrad eine Alternative?

Ein Fahrrad kann gegenüber dem Auto viele Vor­teile haben. Rad­fahren hält fit, ver­braucht keinen teuren Kraft­stoff und ist kli­ma­freundlich. Die Über­lassung eines Fahrrads zur pri­vaten Nutzung kann ein attrak­tiver Mit­ar­beiter-Benefit sein. Als Alter­native zum Dienst­wagen bietet es sich jedoch nur an, wenn keine Dienst­reisen unter­nommen werden müssen. Doch wie sieht hier die steu­er­recht­liche Lage aus?

Eine Mög­lichkeit besteht darin, den Mit­ar­beitern das Fahrrad zusätzlich zum ohnehin geschul­deten Arbeitslohn zur Ver­fügung zu stellen. Dann ist der geld­werte Vorteil für die Über­lassung gemäß § 3 Nr. 37 des Ein­kom­men­steu­er­ge­setzes (EStG) steu­erfrei. Diese Regelung gilt noch bis Ende 2030 für Fahr­räder, die erstmals ab dem 01.01.2019 über­lassen wurden.

Eine Beson­derheit ist bei E-Bikes zu beachten. Da diese als Kraft­fahr­zeuge ein­zu­stufen sind, gelten hier die Steu­er­regeln für Elek­tro­fahr­zeuge. Dies gilt aber nur für solche Modelle, die auch dann von einem Motor ange­trieben werden, wenn nicht in die Pedale getreten wird. Soge­nannte „Pedelecs“, die lediglich mit einem Hilfs­motor aus­ge­stattet sind und ganz ohne Mus­kel­kraft nicht gefahren werden können, sind häufig keine Kraft­fahr­zeuge. Dies gilt bei einem elek­tro­mo­to­ri­schen Hilfs­an­trieb bis maximal 250 kW, der sich spä­testens bei einer Geschwin­digkeit von 25 km/h abschaltet.

Anstelle der Über­lassung eines Dienst­fahrrads zusätzlich zum geschul­deten Entgelt ist auch die Umwandlung eines Teils des Brut­to­ge­halts möglich. In dem Fall ist der geld­werte Vorteil steu­er­pflichtig, auch wenn es sich bei dem über­las­senen Fahrrad nicht um ein E-Bike handelt. Wurde es bis zum 31.12.2018 erstmals über­lassen, ist 1 % des Preises zu ver­steuern. Hierbei gilt die unver­bind­liche Preis­emp­fehlung des Her­stellers, Impor­teurs oder Groß­händlers inklusive Mehr­wert­steuer, die auf 100,00 Euro abge­rundet wird. Wurde das Fahrrad im Zeitraum vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 zur Ver­fügung gestellt, sind es 0,5 % des Preises und nur 0,25 % im Falle einer erst­ma­ligen Über­lassung ab dem 01.01.2020.

Denkbar ist die Umwandlung auch im Wege eines Leasing-Modells. In dem Fall wird als zu ver­steu­ernder geld­werter Vorteil die monat­liche Lea­sings-Rate angesetzt.

Zu beachten ist auch, dass die 50,00 Euro-Frei­grenze bei der Über­lassung von Dienst­fahr­rädern nicht gilt, auch wenn der zu ver­steu­ernde Vorteil 50,00 Euro nicht übersteigt.



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