Traum­vor­stellung schnelles Internet

Traum­vor­stellung schnelles Internet

Ein Rück­blick in die Ver­gan­genheit führt Miss­stände auf. Der Aus­blick in die Zukunft ist viel­ver­spre­chend. Die Frage, die sich stellt: Wann erreicht Deutschland das Ziel einer sta­bilen Internetverbindung?

Deutschland ist das am meist ver­netzte Land in Europa. Es ist jedoch auf den untersten Plätzen, was das Ranking um die Qua­lität des Internets angeht. Warum stockt der Fort­schritt beim Breit­band­ausbau (=Hoch­ge­schwin­digkeit)? Wann ist mit Ver­bes­se­rungen zu rechnen?

Seit Beginn des öffent­lichen För­der­pro­gramms im Jahr 2015 gehört der Ausbau des Breit­bands zu den Top-Themen der Politik. In der Ver­gan­genheit wurden fest­ge­legte Ziele aller­dings nie erreicht. Es geht nur langsam voran. Dies liegt nicht allein an den langen Antrags­ver­fahren in Deutschland. Schnelle Inter­net­an­schlüsse sind geplant, jedoch haben erst 2018 lediglich 80 Prozent der Haus­halte in Deutschland einen Inter­net­an­schluss gehabt. Die Bevöl­kerung hat laut des Koali­ti­ons­ver­trages einen Rechts­an­spruch auf schnelles Internet. Die Digitale Stra­tegie 2025 soll dies in den nächsten Jahren ermöglichen.

Unter­nehmen betreiben ihren Handel über das Internet. Doch ist das Internet in Firmen oft zu langsam und führt zu Zeit­ver­zö­ge­rungen und schlimms­ten­falls zu Arbeits­stopps und Datenverlust.

Die Digi­ta­li­sierung dauert auf­grund des lang­samen Ausbaus des Breit­bandes. Woran liegt dies?

Diese Optionen zu Breit­band­ausbau gibt es:

Kup­fer­ka­bel­ausbau

Die Deutsche Telekom hat 80 Jahre alte Kup­fer­kabel. Diese will sie aus Gründen der Nach­hal­tigkeit aus­bauen, obwohl fest­steht, dass es bessere Alter­na­tiven zum Kup­fer­kabel-Netz gibt. Die Telekom selbst findet den Ausbau aller­dings im Jahr 2016 „ziemlich gut“.

Telekom hat das Recht zuge­teilt bekommen, die Technik namens Vec­toring zu nutzen. Lang­fristig wird dies aller­dings nicht reichen, da die Kup­fer­aus­bauten keine hohen Breit­band­an­schlüsse bringen.

Vec­toring funk­tio­niert auch nur, wenn ein ein­ziger Anbieter alle Kabel kon­trol­liert, die zwi­schen den Ver­zwei­ger­sta­tionen und den Gebäuden liegen. Doch große Daten­mengen können nicht bis zu den Häusern gebracht werden, da die Kup­fer­kabel nicht leis­tungs­fähig genug sind.

Glas­faser

Glas­faser sind eine leis­tungs­stärkere Alter­native. Dazu müssen Lei­tungen verlegt werden, die hohe Kosten mit sich bringen. Auch das Mobilfunk 5 G, das erreicht werden soll, pro­fi­tiert von Glas­fasern und bietet mehr Gigabit-Geschwindigkeiten.

Der Ausbau der Glas­faser-Lei­tungen ist gering, aller­dings werden diese für Industrie und Gewerbe (Stichwort: Industrie 4.0) benötigt. Nur durch diese werden Ver­zö­ge­rungen ver­mieden. Skan­di­na­vische Länder sind beim Glas­fa­ser­ausbau viel weiter vor­an­ge­schritten als Deutschland.

Seit 2021 hat sich die Deutsche Telekom vor­ge­nommen, zwei Mil­lionen Glas­faser-Anschlüsse jährlich zu bauen.

Satel­liten

Eine Alter­native könnte auch der Satellit sein. Daran arbeitet die Deutsche Telekom, die an einer Koope­ration mit Elon Musk (Tesla) inter­es­siert ist. Dieser steht auch hinter dem Satel­liten-Netzwerk Starlink. Die Telekom war bis 2018 mit dem Astra2Connect im Satel­liten-Geschäft und könnte so einen Wie­der­ein­stieg finden.

Weitere Alter­na­tiven aus anderen Ländern

Deutschland könnte durchaus Ver­le­ge­tech­niken aus anderen Ländern auf­greifen. Diese ver­graben Kabel nicht weit im Boden, sondern bevor­zugen eine ober­ir­dische Ver­legung. Dazu graben Maschinen Straßen nur in geringer Tiefe auf. Es sind wie Schlitze in den Straßen, wo Kabel rein­gelegt werden.

Fazit

Glas­fa­ser­kabel sind die teurere Variante zu Kup­fer­kabel. Diese sind dennoch lang­fristig eine nach­hal­tigere Tech­no­logie und können Hoch­ge­schwin­dig­keits­zu­gangs­netze bieten. Sie sind auch im Bezug vom Mobilfunk leistungsstärker.

Bei dem Vor­haben, diesen Wandel zu erreichen, stellt das Vec­toring von Telekom eine Gefahr dar. Durch die güns­tigen Preise durch die Kup­fer­kabel beherrscht Telekom den Markt und bietet so eine hohe Kon­kurrenz zu Mit­be­werbern, die Kosten in Glas­faser investieren.

Teuer ist die letzte Reich­weite, sprich die Strecke bis zur Wohnung, die soge­nannte „letzte Meile“. Aller­dings ist Telekom seit letztem Jahr eben­falls am Ausbau von Glas­faser beteiligt.

Bis zu einem Hoch­ge­schwin­dig­keits-Internet ist es noch ein langer Weg.

 



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