Neue Infor­ma­ti­ons­pflichten für Arbeitgeber

Neue Infor­ma­ti­ons­pflichten für Arbeitgeber

Am 01. August tritt eine Änderung des Nach­weis­ge­setzes in Kraft. Muster-Arbeits­ver­träge sollten jetzt ange­passt werden.

Die Geset­zes­än­derung sieht zahl­reiche weitere Infor­ma­ti­ons­pflichten des Arbeit­gebers gegenüber neu ein­ge­stellten Mit­ar­beitern vor. Unter anderem müssen die Mit­ar­beiter infor­miert werden über:

  • die Dauer der Pro­bezeit, sofern vereinbart;
  • die Zusam­men­setzung und die Höhe des Arbeits­ent­gelts ein­schließlich der Ver­gütung von Über­stunden, der Zuschläge, der Zulagen, Prämien und Son­der­zah­lungen sowie anderer Bestand­teile des Arbeits­ent­gelts, die jeweils getrennt anzu­geben sind, und deren Fäl­ligkeit sowie die Art der Auszahlung;
  • sofern ver­einbart, die Mög­lichkeit der Anordnung von Über­stunden und deren Voraussetzungen;
  • ein etwaiger Anspruch auf vom Arbeit­geber bereit­ge­stellte Fortbildung;
  • wenn der Arbeit­geber dem Arbeit­nehmer eine betrieb­liche Alters­ver­sorgung über einen Ver­sor­gungs­träger zusagt, der Name und die Anschrift dieses Versorgungsträgers;
  • das bei der Kün­digung des Arbeits­ver­hält­nisses von Arbeit­geber und Arbeit­nehmer ein­zu­hal­tende Ver­fahren, min­destens das Schrift­form­erfor­dernis und die Fristen für die Kün­digung des Arbeits­ver­hält­nisses, sowie die Frist zur Erhebung einer Kündigungsschutzklage.

Diese Infor­ma­tionen können im Arbeits­vertrag fest­ge­halten werden oder in einem geson­derten Schreiben. Da sie vom Arbeit­geber unter­schrieben werden und dem Mit­ar­beiter aus­ge­händigt werden müssen, bietet es sich an, sie in die Mus­ter­ar­beits­ver­träge aufzunehmen.

Die Geset­zes­än­derung tritt am 01. August 2022 in Kraft und dient der Umsetzung der soge­nannten Arbeits­be­din­gungen-Richt­linie (Richt­linie (EU) 2019/1152 des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 20. Juni 2019 über trans­pa­rente und vor­her­sehbare Arbeits­be­din­gungen in der Euro­päi­schen Union).

Das Ziel der Richt­linie ist es, eine trans­pa­rente und vor­her­sehbare Beschäf­tigung zu fördern und damit die Arbeits­be­din­gungen zu ver­bessern. Hierzu sollen Min­dest­an­for­de­rungen für die Unter­richtung über die wesent­lichen Aspekte des Arbeits­ver­hält­nisses und für die Arbeits­be­din­gungen fest­gelegt werden, die für alle Arbeit­nehmer gelten. Dabei soll gleich­zeitig ein ange­mes­senes Maß an Fle­xi­bi­lität aty­pi­scher Arbeits­ver­hält­nisse bei­be­halten werden, damit die Vor­teile für Arbeit­nehmer und Arbeit­geber gewahrt bleiben.

Ein Verstoß gegen die Infor­ma­ti­ons­pflichten stellt eine Ord­nungs­wid­rigkeit dar. Es drohen Geld­bußen in Höhe von bis zu 2.000,00 Euro.



PTC Telematik – die Zukunft für Ihr Flottenmanagement

Immer informiert

Infos zu gesetzlichen Neuerungen

Einladungen zu Branchen-Events

Technische Neuigkeiten und Trends

Praxistipps

Einfach hier Anmelden

und Sie erhalten aktuelle Informationen zu Themen rund um den Fuhrpark und zur DSGVO direkt in Ihr E-Mail-Postfach. Zusätzlich erhalten Sie einmalig einen 50-€-Gutschein für Ihre nächste Bestellung.