Höhere Sach­be­zugs­frei­grenze ab 2022

Höhere Sach­be­zugs­frei­grenze ab 2022

Erhöhte Sach­be­zugs­frei­grenze ab diesem Jahr

Seit dem 01.01.2022 gilt für die Ver­steuerung von Arbeits­entgelt eine höhere Sach­be­zugs­frei­grenze. Zuvor konnten monatlich Sach­bezüge bis EUR 44,- steu­erfrei gewährt werden, ab sofort liegt die Grenze bei monatlich EUR 50,-.

Aller­dings gibt es nun auch strengere Regeln dafür, welche Geld­ersatz­leis­tungen über­haupt als steu­er­freie Sach­leis­tungen gewertet werden. Nach­folgend finden Sie eine kurze Zusam­men­fassung der aktu­ellen Rechtslage.

Gemäß § 8 Abs. 1 des Ein­kom­men­steu­er­ge­setzes (EStG) gelten grund­sätzlich alle Vor­teile, die auf einen Geld­betrag lauten, als Geld­leis­tungen und damit als zu ver­steu­erndes Ein­kommen. Keine Geld­leis­tungen, sondern Sach­bezüge, sind alle nicht in Geld bestehenden Ein­nahmen, z. B. wenn der Arbeit­nehmer die Bei­trags­zah­lungen für eine Kran­ken­zu­satz­ver­si­cherung über­nimmt oder den Abschluss einer frei­wil­ligen Unfallversicherung.

Gut­scheine und Geld­karten werden unter bestimmten Vor­aus­set­zungen als Sach­bezüge gewertet, wenn sie aus­schließlich zum Bezug von Waren oder Dienst­leis­tungen berech­tigen, wenn sie zusätzlich zum ohnehin geschul­deten Arbeitslohn gewährt werden und die Kri­terien des § 2 Abs. 1 Nr. 10 des Zah­lungs­diens­te­auf­sichts­ge­setzes (ZAG) erfüllen.

Gemäß einem Schreiben vom Bun­des­mi­nis­terium der Finanzen (BMF) vom 13.04.2021 sei von einer Berech­tigung zum aus­schließ­lichen Bezug von Waren oder Dienst­leis­tungen ins­be­sondere nicht aus­zu­gehen, wenn der Arbeit­nehmer (z. B. auf­grund eines vom Arbeit­geber selbst aus­ge­stellten Gut­scheins) zunächst in Vor­leistung trete und der Arbeit­geber ihm die Kosten im Nach­hinein erstatte. In diesen Fällen handele es sich um eine Geld­leistung in Form einer nach­träg­lichen Kostenerstattung.

Die Vor­aus­set­zungen des § 2 Abs. 1 Nr. 10 ZAG sind erfüllt, wenn die Gut­scheine oder Geld­karten einem von drei ver­schie­denen Typen zuge­ordnet werden können.

Dienste nach dem ersten Typ sind solche, die für den Erwerb von Waren oder Dienst­leis­tungen vom Aus­steller des Gut­scheins aus seiner eigenen Pro­dukt­pa­lette oder innerhalb eines begrenzten Kreises von Akzep­tanz­stellen berech­tigen. Als Bei­spiel hierfür nennt das BMF im oben genannten Schreiben u.a. einen vom Arbeit­geber selbst aus­ge­stellten Gut­schein (z. B. Tank­gut­schein), wenn die Akzep­tanz­stellen (z. B. Tank­stelle oder Tank­stel­len­kette) auf­grund eines Akzep­tanz­ver­trags unmit­telbar mit dem Arbeit­geber abrechnen.

Dienste nach dem zweiten Typ sind solche, die für den Erwerb eines sehr begrenzten Waren- oder Dienst­leis­tungs­spek­trums ein­ge­setzt werden können, etwa Fit­ness­leis­tungen oder Streamingdienste.

Dienste nach dem dritten Typ berech­tigen zum Erwerb von Waren oder Dienst­leis­tungen für bestimmte soziale oder steu­er­liche Zwecke im Inland von Anbietern, mit denen der Aus­steller des Gut­scheins eine Akzep­tanz­ver­ein­barung abge­schlossen hat. Bei­spiele hierfür sind gemäß BMF Ver­zehr­karten in einer sozialen Ein­richtung und Behand­lungs­karten für ärzt­liche Leis­tungen oder Reha-Maßnahmen.



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